Lohn für entsandte Arbeitnehmer

Gemäß Entsendungsrichtlinie müssen entsandte Arbeitnehmer denselben Mindestlohn bekommen wie Arbeitnehmer des Gastlandes. In Schweden gibt es aber kein Gesetz über einen Mindestlohn, deshalb existiert kein spezielles Lohnniveau, das automatisch für alle entsandte Arbeitnehmer in Schweden gilt. Es können aber Mindestlohnvereinbarungen in schwedische Tarifverträge aufgenommen worden sein, die zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen verhandelt werden. Der Inhalt der Verträge hängt von der Branche ab, und es werden nicht immer Mindestlöhne vereinbart.

Wenn Sie als Arbeitgeber Tarifverträge mit einer schwedischen Arbeitnehmerorganisation schließen oder Mitglied in einer schwedischen Arbeitgeberorganisation werden, gilt für Sie der schwedische Tarifvertrag.

Auf unserer Homepage sind einige Tarifverträge veröffentlicht. Dort werden auch Ansprechpartner einiger Gewerkschaften genannt.

Kontaktieren Sie die Gewerkschaft für Ihre Branche, wenn Sie weitere Fragen zu Tarifverträgen haben und welcher Mindestlohn für eine bestimmte Branche gilt.

Recht der Gewerkschaften auf Durchführung von Kampfmaßnahmen

Die Gewerkschaften sind zu Kampfmaßnahmen berechtigt, um entsandte Arbeitgeber zum Abschluss von Tarifverträgen zu bewegen. Kampfmaßnahmen sind auch dann erlaubt, wenn der Arbeitgeber Bedingungen anbietet, die den Mindestbedingungen eines Manteltarifvertrags entsprechen. Die Kampfmaßnahmen sind aber auf Mindestlöhne und andere Mindestbedingungen des so genannten „harten Kerns“ beschränkt (vgl. § 5 Entsendungsgesetz), die in einem Manteltarifvertrag enthalten sind.

Auf Verlangen einer Gewerkschaft müssen entsandte Arbeitgeber einen Vertreter bestimmen, der über Tarifverträge verhandeln und diese abschließen darf.

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Last updated 2019-06-05