Elternurlaub für entsandte Arbeitnehmer

Das Elternurlaubsgesetz gilt auch für entsandte Arbeitnehmer

Die schwedischen Vorschriften über Elternurlaub gelten auch für entsandte Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer hat z. B. im Zusammenhang mit der Geburt des Kindes Anspruch auf Elternurlaub, und er darf nicht benachteiligt werden. Auch für Frauen, die schwanger sind oder kürzlich ein Kind bekommen haben, gelten Schutzvorschriften.

Mütter haben ein Anrecht auf Arbeitsbefreiung

Entsandte Arbeitnehmer sind berechtigt, im Zusammenhang mit ihrer Entbindung vollständig von der Arbeit befreit zu werden. Sie sind mindestens sieben Wochen vor dem berechneten Zeitpunkt der Geburt und sieben Wochen nach der Geburt zur Freistellung von der Arbeit berechtigt.

Ungerechte Behandlung ist verboten

Der Arbeitgeber darf seine Angestellten nicht ungleich behandeln. Das Verbot der Benachteiligung gilt in mehreren Situationen, z. B. wenn:

  • Lohn- und Beschäftigungsbedingungen festgelegt werden
  • die Arbeit geleitet und aufgeteilt werden soll
  • Personal befördert werden soll
  • es darum geht, einer Person zu kündigen oder sie zu entlassen.

 

Das Verbot gilt nicht, wenn unterschiedliche Bedingungen oder Behandlungen eine notwendige Folge des Elternurlaubs ist.

Wenn einem Beschäftigten aus einem mit dem Elternurlaub zusammenhängenden Grund gekündigt wird oder er/sie deshalb entlassen wird, kann die Kündigung/Entlassung für ungültig erklärt werden. Das Aufhebungsverlangen kann vom Arbeitnehmer oder von der Gewerkschaft gestellt werden. Weitere Auskünfte erteilt die Gewerkschaft.

Versetzung nach der Geburt des Kindes

Arbeitnehmer, die vor kurzem entbunden haben oder stillen, haben ein Anrecht auf Versetzung zu einem anderen Arbeitsplatz, ohne dadurch Vergünstigungen zu verlieren. Grund für die Versetzung muss sein, dass der Arbeitnehmer seine üblichen Arbeitsaufgaben nicht ausführen kann, z. B. weil er mit gefährlichen Stoffen umgehen muss oder die Arbeiten physisch anstrengend sind. Das Anrecht auf Versetzung besteht nur, wenn der Arbeitgeber über andere Arbeiten verfügt, die er dem Arbeiter anbieten kann. Wenn dies nicht möglich ist, hat der Arbeitnehmer ein Anrecht auf Befreiung von der Arbeit, solange er seine Gesundheit schützen muss.

Will ein Arbeitnehmer von seinem Recht auf Versetzung Gebrauch machen, muss er dies dem Arbeitgeber mitteilen.

Der Arbeitgeber kann zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet sein

Verstößt der Arbeitgeber gegen die Vorschriften, kann er gegenüber dem Arbeitnehmer schadenersatzpflichtig werden.

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Last updated 2019-06-05